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Steuer-Glossar

Begriffe der Einkommensteuer, kurz erklärt. Zu vielen gibt es einen ausführlichen Ratgeber.

Häufig gesucht

A

Abfindung
Eine Abfindung ist eine einmalige Entschädigung des Arbeitgebers bei Beendigung des Arbeitsverhältnisses.
Abgabefrist
Frist, bis zu der eine Steuererklärung beim Finanzamt eingegangen sein muss; selbst erstellt endet sie am 31.07.2026.
Abgeltungsteuer
Pauschale Steuer auf Zinsen, Dividenden und Kursgewinne, die die Bank direkt einbehält und ans Finanzamt abführt.
Abschreibung (AfA)
AfA verteilt die Kosten eines abnutzbaren Wirtschaftsguts über die Nutzungsdauer und senkt so Jahr für Jahr die Steuerlast.
Altersentlastungsbetrag
Freibetrag nach § 24a EStG: Wer vor dem Kalenderjahr 64 wird, mindert Arbeitslohn und andere voll steuerpflichtige Einkünfte.
Altersvorsorgezulage
Staatlicher Zuschuss zur Riester-Rente: Grundzulage und Kinderzulage, abhängig vom eigenen Sparbeitrag.
Anlage KAP
Die Anlage KAP erklärt Kapitalerträge in der Steuererklärung – Pflicht ohne Steuerabzug, freiwillig für Günstigerprüfung und Verlustverrechnung.
Anlage V
Die Anlage V ist das Formular für Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung – eine je Objekt, auch bei Leerstand mit Vermietungsabsicht.
Antragsveranlagung
Freiwillige Steuererklärung ohne Abgabepflicht – meist mit Erstattung.
Arbeitnehmer-Pauschbetrag
Pauschaler Werbungskostenabzug von 1.230 € im Jahr, den das Finanzamt automatisch anerkennt.
Arbeitnehmer-Sparzulage
Staatlicher Zuschuss zu vermögenswirksamen Leistungen – 9 % beim Bausparen und 20 % beim Fondssparen.
Arbeitsmittel
Arbeitsmittel sind beruflich genutzte Gegenstände wie Laptop, Werkzeug oder Fachbücher; die Kosten zählen als Werbungskosten.
Arbeitszimmer
Ein Arbeitszimmer ist ein abgetrennter Raum zum Arbeiten; die Kosten sind nur voll absetzbar, wenn er der Mittelpunkt deiner Tätigkeit ist.
Ausbildungsfreibetrag
Der Ausbildungsfreibetrag mindert als Pauschale das Einkommen der Eltern, wenn ihr volljähriges Kind auswärts in Ausbildung oder Studium ist.
Außergewöhnliche Belastungen
Zwangsläufige Kosten wie Krankheit, Pflege oder Bestattung, die nur über der zumutbaren Belastung die Steuer senken.
Aussetzung der Vollziehung
Die Aussetzung der Vollziehung hält die Zahlung einer strittigen Steuer auf, solange dein Einspruch beim Finanzamt läuft.
Auswärtstätigkeit
Auswärtstätigkeit: Du arbeitest vorübergehend außerhalb deiner Wohnung und deiner ersten Tätigkeitsstätte – Reisekosten sind Werbungskosten.

B

Basisrente (Rürup)
Staatlich geförderte private Altersvorsorge, deren Beiträge als Sonderausgaben absetzbar sind und die im Alter als lebenslange Rente ausgezahlt wird.
Behinderten-Pauschbetrag
Der Behinderten-Pauschbetrag ist eine Pauschale für behinderungsbedingte Mehraufwendungen: 384 € bis 7.400 € im Jahr.
Bekanntgabe
Die Bekanntgabe ist der Zeitpunkt, ab dem ein Bescheid wirkt und die Einspruchsfrist läuft.
Belegabruf
Der Belegabruf übernimmt die Daten, die dem Finanzamt schon vorliegen, automatisch in deine Steuererklärung.
Berufskleidung
Berufskleidung ist Kleidung für den Job, die du privat kaum tragen kannst – ihre Kosten zählen zu den Werbungskosten.
Bestandskraft
Bestandskraft heißt: Ein Steuerbescheid kann nach Ablauf der Einspruchsfrist nicht mehr angefochten werden und bleibt verbindlich.
Besteuerungsanteil
Der Besteuerungsanteil ist der Prozentsatz der gesetzlichen Rente, der im Ruhestand steuerpflichtig ist.
Betriebsausgaben
Betriebsausgaben sind betrieblich veranlasste Aufwendungen, die den Gewinn und damit die Steuer mindern.
Bewerbungskosten
Bewerbungskosten sind Werbungskosten: Kosten für Bewerbungsunterlagen, Porto und Fahrten zum Vorstellungsgespräch lassen sich absetzen.
Bewirtungskosten
Ausgaben für Speisen und Getränke bei geschäftlichen Einladungen; als Betriebsausgabe meist nur zu 70 % abziehbar.
Bodenrichtwert
Der Bodenrichtwert ist der durchschnittliche Preis je Quadratmeter Boden in einer Lage, den der Gutachterausschuss aus Kaufpreisen ableitet.
Bundeszentralamt für Steuern (BZSt)
Das BZSt ist die Bonner Bundesbehörde für die Steuer-ID, die Aufsicht über das Kindergeld und internationale Steuerdaten.

D

Dauerfristverlängerung
Die Dauerfristverlängerung gibt dir einen Monat mehr Zeit für die Umsatzsteuer-Voranmeldung und die Zahlung der Umsatzsteuer.
Dienstwagen
Ein Dienstwagen ist ein vom Arbeitgeber gestelltes Auto, dessen private Nutzung du als geldwerten Vorteil versteuerst.
Differenzbesteuerung
Bei der Differenzbesteuerung versteuern gewerbliche Wiederverkäufer nur die Marge zwischen Einkauf und Verkauf.
Direktversicherung
Eine Direktversicherung ist eine Lebens- oder Rentenversicherung, die dein Arbeitgeber für dich als betriebliche Altersvorsorge abschließt.
Doppelte Haushaltsführung
Wer am Arbeitsort eine Zweitwohnung hält und den eigenen Hausstand woanders behält, kann die Mehrkosten als Werbungskosten absetzen.
Durchschnittssteuersatz
Der Durchschnittssteuersatz zeigt, wie viel Prozent deines gesamten zu versteuernden Einkommens die Einkommensteuer ausmacht.

E

E-Bilanz
Die E-Bilanz ist die elektronische Übermittlung von Bilanz und GuV an das Finanzamt – Pflicht für bilanzierende Unternehmen nach § 5b EStG.
Ehegattensplitting
Beim Ehegattensplitting wird das gemeinsame Einkommen halbiert, die Steuer darauf berechnet und verdoppelt – das senkt die Steuer für Paare.
Ehrenamtspauschale
Die Ehrenamtspauschale hält ab 2026 bis zu 960 € im Jahr steuerfrei, die du für ein Ehrenamt in einem gemeinnützigen Verein erhältst.
Ein-Klick-Erklärung
Funktion in MeinELSTER+, die aus beim Finanzamt vorhandenen Daten eine fertige Steuererklärung erstellt, die du nur noch prüfen und absenden musst.
Einfuhrumsatzsteuer
Steuer auf Waren aus Nicht-EU-Ländern, die der Zoll erhebt und die Unternehmen als Vorsteuer abziehen können.
Einkünfte
Einkünfte sind Einnahmen minus Werbungskosten oder Betriebsausgaben – das Ergebnis einer der sieben Einkunftsarten.
Einnahmenüberschussrechnung (EÜR)
Die EÜR stellt Betriebseinnahmen und Betriebsausgaben gegenüber; die Differenz ist dein Gewinn.
Einspruch
Der Einspruch ist ein außergerichtlicher Rechtsbehelf gegen Steuerbescheide, den du innerhalb eines Monats nach Bekanntgabe einlegst.
Einzelveranlagung
Jeder wird für sich nach dem Grundtarif besteuert – Ehegatten können das jährlich statt der Zusammenveranlagung wählen.
ELSTER
ELSTER ist das kostenlose Online-Portal der Steuerverwaltung, mit dem du deine Steuererklärung im Browser ausfüllst und papierlos abgibst.
Elterngeld
Elterngeld ist eine Lohnersatzleistung für Eltern, die nach der Geburt weniger arbeiten; sie ist steuerfrei, unterliegt aber dem Progressionsvorbehalt.
Energetische Sanierung
Energetische Sanierung senkt den Energiebedarf eines Gebäudes, etwa durch Dämmung, neue Fenster und einen Heizungstausch.
Entfernungspauschale
Die Entfernungspauschale ist die Pauschale für deinen Arbeitsweg: ab 2026 einheitlich 0,38 € je vollem Kilometer der einfachen Strecke.
Entlastungsbetrag für Alleinerziehende
Der Entlastungsbetrag senkt die Steuerlast alleinstehender Eltern um 4.260 € im Jahr für das erste Kind.
Erbschaftsteuer
Die Erbschaftsteuer besteuert den Nachlass, soweit er den persönlichen Freibetrag übersteigt; Ehepartner erben bis 500.000 € steuerfrei.
Erhaltungsaufwand
Erhaltungsaufwand erhält Vorhandenes und ist sofort als Werbungskosten abziehbar.
Erste Tätigkeitsstätte
Ortsfester Arbeitsort, dem du dauerhaft zugeordnet bist: Fahrten dorthin zählen nur über die Entfernungspauschale.
Ertragsanteil
Der Ertragsanteil ist der steuerpflichtige Teil einer privaten Rente und hängt vom Alter bei Rentenbeginn ab.

F

Fahrtenbuch
Ein Fahrtenbuch dokumentiert jede Fahrt mit Datum, Kilometerstand, Ziel und Zweck und belegt so den Privatanteil eines Dienstwagens.
Faktorverfahren
Beim Faktorverfahren verteilt ein Faktor kleiner als 1 den Splittingvorteil schon beim monatlichen Lohnsteuerabzug auf beide Partner in Steuerklasse IV.
Familienheimfahrt
Fahrt vom Zweitwohnsitz zum eigenen Hausstand – eine pro Woche als Werbungskosten absetzbar.
Familienkasse
Die Familienkasse der Bundesagentur für Arbeit setzt Kindergeld und Kinderzuschlag fest und zahlt beide Leistungen an Familien aus.
Festsetzungsfrist
Die Festsetzungsfrist bestimmt, wie lange das Finanzamt eine Steuer festsetzen, ändern oder aufheben darf – meist vier Jahre.
Feststellungserklärung
Eigene Steuererklärung, mit der das Finanzamt gemeinschaftliche Einkünfte ermittelt und auf die Beteiligten verteilt.
Flurstück
Ein Flurstück ist die kleinste vermessene Landeinheit im Liegenschaftskataster, die über Gemarkung, Flur und Flurstücksnummer eindeutig bezeichnet wird.
Fortbildungskosten
Fortbildungskosten sind Ausgaben für berufliche Weiterbildung, die du als Werbungskosten ohne Höchstbetrag absetzen kannst.
Freibetrag
Ein Freibetrag ist ein steuerfreier Betrag: Nur was darüber liegt, wird versteuert – anders als bei der Freigrenze.
Freigrenze
Eine Freigrenze ist ein Betrag, bis zu dem Einnahmen steuerfrei bleiben – wird sie überschritten, ist der ganze Betrag steuerpflichtig.
Freistellungsauftrag
Anweisung an die Bank, Kapitalerträge bis zum Sparerpauschbetrag ohne Steuerabzug auszuzahlen.
Fünftelregelung
Die Fünftelregelung ist eine Tarifermäßigung nach § 34 EStG: Sie rechnet eine Abfindung für die Steuerberechnung so, als wäre sie auf fünf Jahre verteilt.

G

Geldwerter Vorteil
Ein geldwerter Vorteil ist eine Sachleistung vom Arbeitgeber zusätzlich zum Gehalt, die grundsätzlich als Arbeitslohn versteuert wird.
Gemarkung
Eine Gemarkung ist ein Katasterbezirk aus mehreren Fluren, der die Lage eines Grundstücks im Grundbuch bezeichnet.
Geringwertige Wirtschaftsgüter
Bewegliche, abnutzbare und selbstständig nutzbare Anlagegüter bis 800 € netto, die du sofort voll absetzen kannst.
Gewerbesteuer
Gemeindesteuer auf den Gewerbeertrag von Gewerbebetrieben, mit Freibetrag für Einzelunternehmen und Personengesellschaften.
Gewinnermittlung
Gewinnermittlung ist die Berechnung von Gewinn oder Verlust aus selbständiger oder gewerblicher Arbeit, meist per EÜR oder Bilanz.
Grenzgänger
Grenzgänger wohnen in einem Land und arbeiten in einem anderen – welcher Staat den Lohn besteuert, steht im Doppelbesteuerungsabkommen.
Grenzsteuersatz
Der Grenzsteuersatz sagt, wie viel Steuern der nächste zusätzlich verdiente Euro kostet – 2026 von 0 % bis 45 %.
Grundfreibetrag
Der Grundfreibetrag ist der steuerfreie Teil des zu versteuernden Einkommens: 2026 sind es 12.348 €, bei Zusammenveranlagung 24.696 €.
Grundsteuermessbetrag
Der Grundsteuermessbetrag ist der Eurobetrag aus Grundsteuerwert und Steuermesszahl, den das Finanzamt festsetzt.
Grundsteuerwert
Der Grundsteuerwert ist der steuerliche Wert deines Grundstücks und bildet die Grundlage für die Berechnung der Grundsteuer.
Günstigerprüfung
Die Günstigerprüfung sorgt dafür, dass das Finanzamt von zwei Steuervarianten automatisch die günstigere wählt.

H

Handwerkerleistungen
Handwerkerleistungen im Haushalt bringen 20 % der Arbeitskosten von der Steuer zurück, höchstens 1.200 € im Jahr.
Haushaltsnahe Dienstleistungen
Haushaltsnahe Dienstleistungen wie Putzen oder Gartenpflege senken deine Steuer um 20 % der Lohnkosten, höchstens 4.000 €.
Haushaltsscheck
Vereinfachtes Meldeverfahren für Minijobs im Privathaushalt bei der Minijob-Zentrale.
Hebesatz
Der Hebesatz ist der Prozentsatz, mit dem eine Gemeinde den Steuermessbetrag multipliziert – daraus entsteht die Grund- oder Gewerbesteuer.
Homeoffice-Pauschale
Tagespauschale von 6 € für berufliche Arbeit zu Hause, höchstens 210 Tage und 1.260 € im Jahr.

I

Inflationsausgleichsprämie
Freiwillige Arbeitgeberzahlung, die bis zu 3.000 € steuer- und sozialabgabenfrei blieb.
Innergemeinschaftliche Lieferung
Warenlieferung an einen Unternehmer in einem anderen EU-Staat, die in Deutschland umsatzsteuerfrei ist.
Innergemeinschaftlicher Erwerb
Beim innergemeinschaftlichen Erwerb versteuert der Käufer Ware aus einem anderen EU-Staat selbst – meist bleibt das Geschäft durch den Vorsteuerabzug neutral.
Insolvenzgeld
Insolvenzgeld ersetzt dir den ausstehenden Nettolohn für höchstens drei Monate, wenn dein Arbeitgeber zahlungsunfähig ist.
Investitionsabzugsbetrag
Mit dem Investitionsabzugsbetrag ziehst du bis zu 50 % geplanter Investitionskosten vorab vom Gewinn ab.
Istversteuerung
Bei der Istversteuerung führst du die Umsatzsteuer erst ab, wenn dein Kunde die Rechnung tatsächlich bezahlt hat.

J

Jahressteuerbescheinigung
Die Jahressteuerbescheinigung deiner Bank listet alle Kapitalerträge eines Jahres und die darauf abgeführte Kapitalertragsteuer auf.
Jahressteuergesetz
Sammelgesetz, das jedes Jahr viele steuerliche Einzelmaßnahmen in einem Paket bündelt.
Jobticket
Vergünstigte ÖPNV-Karte des Arbeitgebers, Zuschüsse sind steuerfrei, mindern aber die Entfernungspauschale.

K

Kapitalertragsteuer
Die Kapitalertragsteuer ist die Steuer auf Zinsen, Dividenden und Kursgewinne; inländische Banken behalten sie meist automatisch ein.
Kinderbetreuungskosten
Ausgaben für die Betreuung deines Kindes mindern als Sonderausgaben die Steuer: 80 % der Kosten, höchstens 4.800 € je Kind und Jahr.
Kinderfreibetrag
Der Kinderfreibetrag stellt das Existenzminimum eines Kindes steuerfrei und beträgt 2026 9.756 € je Kind für beide Eltern zusammen.
Kindergeld
Staatliche Familienleistung von 259 € im Monat je Kind, die die Familienkasse auszahlt und die beim Finanzamt mit dem Kinderfreibetrag verrechnet wird.
Kindergeldnummer
Die Kindergeldnummer ist die persönliche Nummer deines Kindergeldfalls bei der Familienkasse und steht auf jedem Bescheid.
Kirchensteuer
Zuschlag zur Einkommensteuer oder Lohnsteuer für Mitglieder einer steuererhebenden Religionsgemeinschaft.
Kleinunternehmerregelung
Vereinfachung nach § 19 UStG: Kleine Betriebe weisen keine Umsatzsteuer aus, verlieren aber den Vorsteuerabzug.
Kontoführungspauschale
Nur 16 € Kontoführungsgebühren erkennt das Finanzamt ohne Belege an. Höhere berufliche Kosten musst du nachweisen.

L

Leibrente
Wiederkehrende Zahlung bis zum Lebensende, häufig als Rente aus dem Verkauf der eigenen Immobilie.
Lohnersatzleistungen
Lohnersatzleistungen ersetzen wegfallendes Einkommen und sind steuerfrei, erhöhen aber über den Progressionsvorbehalt deinen Steuersatz.
Lohnsteuer
Die Lohnsteuer ist die Vorauszahlung auf die Einkommensteuer und wird bei Angestellten direkt vom Bruttolohn abgezogen.
Lohnsteuerbescheinigung
Jahresübersicht des Arbeitgebers über Bruttoarbeitslohn, Lohnsteuer, Soli, Kirchensteuer und Sozialabgaben, die elektronisch ans Finanzamt geht.
Lohnsteuerhilfeverein
Selbsthilfeeinrichtung, die Arbeitnehmer, Beamte und Rentner gegen einen Jahresbeitrag bei der Steuererklärung berät.

M

Midijob
Sozialversicherungspflichtig mit mehr als 603 € und höchstens 2.000 € im Monat – der Übergangsbereich zwischen Minijob und Vollzeit.
Minijob
Geringfügige Beschäftigung mit höchstens 603 € Verdienst im Monat, für die der Arbeitgeber pauschale Abgaben zahlt.
Miteigentumsanteil
Der Miteigentumsanteil ist dein rechnerischer Anteil am Gemeinschaftseigentum einer Wohnungseigentümergemeinschaft.
Mobilitätsprämie
Steuervergütung für Geringverdiener mit mehr als 20 km Arbeitsweg, die keine Einkommensteuer zahlen.
Mutterschaftsgeld
Mutterschaftsgeld ist die steuerfreie Lohnersatzleistung der Krankenkasse während der Mutterschutzfristen; der Arbeitgeber stockt bis zum Nettolohn auf.

N

Nachzahlungszinsen
Nachzahlungszinsen sind Zinsen des Finanzamts auf eine Steuernachzahlung nach § 233a AO.
Nichtveranlagungsbescheinigung
Bescheinigung des Finanzamts, die Banken vom Kapitalertragsteuerabzug absehen lässt, wenn voraussichtlich keine Einkommensteuer anfällt.

P

Pauschale Lohnsteuer
Vereinfachtes Verfahren: Der Arbeitgeber führt die Lohnsteuer für bestimmte Bezüge mit einem festen Prozentsatz ab.
Pensionskasse
Pensionskasse: Durchführungsweg der betrieblichen Altersvorsorge, der Beiträge verwaltet und später eine Betriebsrente auszahlt.
Pflege-Pauschbetrag
Der Pflege-Pauschbetrag mindert als Jahresbetrag dein zu versteuerndes Einkommen, wenn du eine pflegebedürftige Person ab Pflegegrad 2 unentgeltlich pflegst.
Photovoltaik
Umwandlung von Sonnenlicht in Strom; begünstigte Anlagen auf Wohngebäuden sind steuerfrei, der Kauf ist umsatzsteuerfrei.
Plausibilitätsprüfung
Die Plausibilitätsprüfung kontrolliert, ob deine Angaben schlüssig und realistisch sind – grobe Widersprüche fallen schnell auf.
Private Kfz-Nutzung
Wer ein Firmen- oder Dienstfahrzeug privat nutzt, muss den Vorteil versteuern – pauschal nach der 1-%-Regelung oder per Fahrtenbuch.
Progressionsvorbehalt
Steuerfreie Leistungen wie Arbeitslosengeld oder Elterngeld erhöhen den Steuersatz auf dein übriges Einkommen.

R

Realsplitting
Beim Realsplitting setzt du Unterhalt an deinen geschiedenen oder getrennt lebenden Partner als Sonderausgabe ab.
Reisekosten
Reisekosten sind Fahrt-, Übernachtungs-, Verpflegungs- und Nebenkosten einer beruflich veranlassten Auswärtstätigkeit.
Rentenanpassungsbetrag
Der Rentenanpassungsbetrag ist die Summe aller Rentenerhöhungen ab dem dritten Rentenjahr und in voller Höhe steuerpflichtig.
Rentenbezugsmitteilung
Bescheinigung deines Rententrägers über die Rentendaten des Vorjahres, die automatisch an das Finanzamt gemeldet werden.
Rentenfreibetrag
Der Rentenfreibetrag ist der Teil deiner Rente, der nach dem zweiten Rentenjahr als fester Euro-Betrag lebenslang steuerfrei bleibt.
Reverse-Charge-Verfahren
Beim Reverse-Charge-Verfahren schuldet nicht der leistende Unternehmer, sondern der Leistungsempfänger die Umsatzsteuer.
Riester-Rente
Staatlich geförderte private Altersvorsorge mit Zulagen und Sonderausgabenabzug, die im Ruhestand nachgelagert besteuert wird.
Ruhen des Verfahrens
Das Ruhen des Verfahrens hält einen Einspruch vorübergehend an, weil zu derselben Rechtsfrage ein Musterverfahren läuft.

S

Sachbezug
Sachbezug ist ein geldwerter Vorteil vom Arbeitgeber, etwa ein Gutschein oder eine Sachleistung, der bis 50 € im Monat steuerfrei bleibt.
Schenkungsteuer
Steuer auf Schenkungen unter Lebenden; sie fällt nur an, soweit der Wert den persönlichen Freibetrag übersteigt.
Solidaritätszuschlag
Ergänzungsabgabe von 5,5 % auf die Einkommen- und Körperschaftsteuer, die bei der Einkommensteuer erst über der Freigrenze anfällt.
Sollversteuerung
Regelfall der Umsatzsteuer: Die Steuer entsteht mit der ausgeführten Leistung, unabhängig vom Zahlungseingang.
Sonderabschreibung
Sonderabschreibungen lassen Betriebe Investitionen zusätzlich zur normalen AfA schneller abschreiben.
Sonderausgaben
Sonderausgaben sind private Ausgaben wie Vorsorgebeiträge, Kirchensteuer und Spenden, die dein zu versteuerndes Einkommen mindern.
Sondervorauszahlung
Pflichtzahlung von 1/11 der Umsatzsteuer-Vorauszahlungen des Vorjahres, wenn du die Dauerfristverlängerung nutzt.
Sonntags-, Feiertags- und Nachtzuschläge
Sonn-, Feiertags- und Nachtzuschläge sind Zuschläge zum Grundlohn, die nach § 3b EStG bis zu bestimmten Höchstsätzen steuerfrei bleiben.
Sparerpauschbetrag
Der Sparerpauschbetrag stellt Kapitalerträge bis 1.000 € pro Person im Jahr steuerfrei, bei Zusammenveranlagung bis 2.000 €.
Spekulationsfrist
Die Spekulationsfrist ist die Haltefrist, nach deren Ablauf Gewinne aus privaten Verkäufen steuerfrei bleiben.
Spitzensteuersatz
Der Spitzensteuersatz von 42 % greift 2026 für Ledige ab einem zu versteuernden Einkommen von 69.878 €.
Splittingtarif
Der Splittingtarif halbiert das gemeinsame Einkommen von Ehepaaren, berechnet die Steuer darauf und verdoppelt sie.
Steuer-Identifikationsnummer
Die Steuer-Identifikationsnummer ist eine elfstellige Nummer vom BZSt, die du ein Leben lang behältst.
Steuerberater
Der Steuerberater ist ein freier Beruf mit geschützter Bezeichnung und darf unbeschränkt Hilfe in Steuersachen leisten.
Steuerberatungskosten
Ausgaben für Steuerberater, Lohnsteuerhilfeverein oder Steuersoftware – abziehbar nur als Werbungskosten oder Betriebsausgaben.
Steuerbescheid
Der Steuerbescheid ist das Schreiben des Finanzamts, das deine Steuer verbindlich festsetzt und Nachzahlung oder Erstattung zeigt.
Steuerermäßigung
Eine Steuerermäßigung senkt die festgesetzte Steuer direkt, etwa um 20 % der Handwerkerkosten, höchstens 1.200 €.
Steuerfreibetrag auf der Lohnsteuerkarte
Ein beim Finanzamt beantragter Freibetrag, den der Arbeitgeber elektronisch abruft und so monatlich weniger Lohnsteuer einbehält.
Steuerklasse
Die Steuerklasse legt fest, wie viel Lohnsteuer dein Arbeitgeber monatlich einbehält – sie richtet sich vor allem nach dem Familienstand.
Steuerklassenwechsel
Ein Steuerklassenwechsel ändert die Lohnsteuerklasse und deinen monatlichen Nettolohn, nicht aber deine Einkommensteuer.
Steuermesszahl
Gesetzlicher Faktor, mit dem aus Grundsteuerwert oder Gewerbeertrag der Steuermessbetrag berechnet wird.
Steuernummer
Die Steuernummer vergibt dein Finanzamt für deinen Steuerfall; sie gilt nur dort und kann sich bei Umzug oder Heirat ändern.
Steuerprogression
Bei der Steuerprogression steigt der Steuersatz mit dem Einkommen – von 14 % nach dem Grundfreibetrag bis 42 % und 45 %.

T

Teilfreistellung
Die Teilfreistellung lässt einen Teil der Erträge aus Fonds steuerfrei, weil die Fondsgesellschaft auf Fondsebene schon Steuern gezahlt hat.

U

Umsatzsteuer
Steuer auf Lieferungen und Leistungen im Inland: 19 % regulär, 7 % ermäßigt; Unternehmer ziehen die gezahlte Steuer als Vorsteuer ab.
Umsatzsteuer-Voranmeldung
Die Umsatzsteuer-Voranmeldung verrechnet Umsatzsteuer und Vorsteuer und wird elektronisch ans Finanzamt übermittelt.
Umzugskosten
Ausgaben für den Wohnungswechsel; nur ein beruflich veranlasster Umzug zählt als Werbungskosten.
Unterhaltsleistungen
Unterhaltsleistungen sind Zahlungen an bedürftige Angehörige; du kannst sie bis zum Grundfreibetrag als außergewöhnliche Belastung absetzen.

Ü

Übungsleiterpauschale
Steuer- und sozialabgabenfreier Freibetrag für nebenberufliche Trainer, Ausbilder, Betreuer, Künstler und Pflegekräfte im gemeinnützigen Bereich.

V

Veranlagung
Veranlagung heißt: Das Finanzamt prüft deine Steuererklärung und setzt die Einkommensteuer mit einem Bescheid fest.
Verlustbescheinigung
Die Verlustbescheinigung weist Verluste aus Kapitalanlagen aus und macht sie in der Steuererklärung mit Gewinnen anderer Banken verrechenbar.
Verlustrücktrag
Der Verlustrücktrag verrechnet einen Verlust mit Gewinnen aus früheren Jahren und mindert so rückwirkend deine Steuer.
Verlustvortrag
Ein Verlustvortrag überträgt einen Verlust in spätere Jahre und mindert dort mit positiven Einkünften deine Steuerlast.
Vermögenswirksame Leistungen
Vermögenswirksame Leistungen sind ein Arbeitgeberzuschuss zum Sparen, der direkt in deinen Spar-, Fonds- oder Bausparvertrag fließt.
Verpflegungsmehraufwand
Verpflegungsmehraufwand deckt die Mehrkosten für Essen auf Dienstreisen ab: 14 € bei mehr als 8 Stunden, 28 € pro vollem Tag, keine Pauschale unter 8 Stunden.
Versorgungsbezüge
Versorgungsbezüge sind Pensionen, Betriebsrenten und ähnliche Leistungen aus einem früheren Dienstverhältnis; sie zählen zum Arbeitslohn.
Versorgungsfreibetrag
Der Versorgungsfreibetrag ist der steuerfreie Teil deiner Pension oder Werkspension, den das Finanzamt nach dem Jahr des Versorgungsbeginns festlegt.
Verspätungszuschlag
Der Verspätungszuschlag ist eine Nebenleistung, die das Finanzamt bei zu spät abgegebenen Pflicht-Steuererklärungen festsetzt.
Vorabpauschale
Die Vorabpauschale ist eine jährliche Mindeststeuer auf Fonds und ETFs, die schon vor einem Verkauf fällig wird.
Vorauszahlung
Eine Vorauszahlung ist ein quartalsweiser Abschlag auf die Einkommensteuer, den das Finanzamt schon im laufenden Jahr einzieht.
Vorbehalt der Nachprüfung
Vermerk im Steuerbescheid, der dem Finanzamt bis zum Ablauf der Festsetzungsfrist jede Änderung erlaubt, auch zu deinem Nachteil.
Vorsorgeaufwendungen
Vorsorgeaufwendungen sind Beiträge zu Renten-, Kranken- und Pflegeversicherungen, die du als Sonderausgaben absetzen kannst.
Vorsorgevollmacht
Eine Vorsorgevollmacht bestimmt eine Vertrauensperson, die für dich entscheidet, wenn du es selbst nicht mehr kannst.
Vorsteuer
Die Vorsteuer ist die Umsatzsteuer auf Einkäufe für dein Unternehmen, die du mit der Umsatzsteuer deiner Verkäufe verrechnen kannst.

W

Werbungskosten
Beruflich veranlasste Ausgaben, die das Finanzamt von deinen Einnahmen abzieht – bei Arbeitnehmern automatisch mindestens 1.230 €.
Wiedereinsetzung in den vorigen Stand
Wiedereinsetzung in den vorigen Stand: Du holst eine unverschuldet versäumte Frist nach und kannst so noch Einspruch einlegen.
Wohn-Riester
Wohn-Riester nutzt die Riester-Förderung für Kauf, Bau oder Umbau einer selbst genutzten Immobilie.
Wohnsitzfinanzamt
Das Finanzamt, in dessen Bezirk du wohnst – es bearbeitet deine Einkommensteuererklärung.
Wohnungsbauprämie
Die Wohnungsbauprämie ist ein staatlicher Zuschuss von 10 % auf deine Bauspareinzahlungen, höchstens 70 € im Jahr.

Z

Zinsen für Studienkredit
Zinsen für einen Studienkredit mindern deine Steuerlast – beim Zweitstudium als Werbungskosten, beim Erststudium als Sonderausgaben.
Zumutbare Belastung
Der Eigenanteil an außergewöhnlichen Belastungen, den du selbst tragen musst – zwischen 1 % und 7 % des Gesamtbetrags der Einkünfte.
Zusammenfassende Meldung
Die Zusammenfassende Meldung meldet steuerfreie EU-Lieferungen und bestimmte Leistungen an das BZSt.
Zusammenveranlagung
Bei der Zusammenveranlagung geben Ehegatten eine gemeinsame Steuererklärung ab und werden mit dem Splittingtarif wie eine Person besteuert.
Zusatzversorgung
Betriebliche Altersversorgung für Beschäftigte des öffentlichen Dienstes, meist ausgezahlt über eine Versorgungskasse wie die VBL.
Zuwendungsbestätigung
Die Zuwendungsbestätigung ist die Spendenquittung einer gemeinnützigen Organisation und dient als Nachweis für das Finanzamt.

Steuerbegriffe einfach erklärt: So nutzt du das Glossar

„Steuerbegriffe einfach erklärt“ heißt: Fachwörter aus dem Einkommensteuerrecht in Alltagssprache übersetzen. Das Glossar ordnet die Begriffe alphabetisch und führt dich von jedem Stichwort zum passenden Ratgeber. So findest du schnell heraus, was ein Wort aus Bescheid, Formular oder Lohnabrechnung bedeutet.

Viele Begriffe hängen zusammen und wirken an unterschiedlichen Stellen. Werbungskosten senken die Einkünfte, Sonderausgaben zieht das Finanzamt vom Gesamtbetrag der Einkünfte ab. Außergewöhnliche Belastungen wirken erst nach der zumutbaren Belastung. Wer diese Reihenfolge kennt, liest einen Bescheid leichter.

Ein Nachschlagewerk ersetzt keine Beratung im Einzelfall. Es hilft dir aber, die richtigen Fragen zu stellen und deine Belege richtig einzuordnen.

Welche Steuerarten es in Deutschland gibt

In Deutschland gibt es viele Steuerarten, die Bund, Länder und Gemeinden erheben. Für Privatpersonen sind vor allem die Einkommensteuer, die Lohnsteuer, die Umsatzsteuer, die Kapitalertragsteuer, die Grundsteuer und die Erbschaftsteuer wichtig. Die Einkommensteuer trifft dein gesamtes Einkommen, egal ob aus Gehalt, Vermietung oder Rente.

Die Lohnsteuer ist keine eigene Steuer, sondern der Vorausabzug der Einkommensteuer auf deinen Arbeitslohn. Dein Arbeitgeber führt sie monatlich ab und meldet sie elektronisch. Was sie mit deiner Jahressteuer zu tun hat, zeigt der Vergleich von Bruttolohn und Steuerbescheid.

Auf Kapitalerträge behalten Banken meist 25 % plus Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer ein. Das nennt man Abgeltungsteuer. Bei der Umsatzsteuer gelten 19 % und der ermäßigte Satz von 7 %, die im Ladenpreis stecken.

Manche Steuern zahlst du direkt, andere trägst du als Teil des Preises. Direkte Steuern wie die Kapitalertragsteuer oder die Gewerbesteuer treffen dich unmittelbar. Indirekte Steuern legt der Verkäufer auf den Preis um.

Freibeträge, Pauschbeträge und Freigrenzen

Ein Freibetrag ist die Summe, bis zu der Einnahmen steuerfrei bleiben. Den Grundfreibetrag setzt der Gesetzgeber jedes Jahr neu fest: 2025 sind es 12.096 €, 2026 dann 12.348 €. Bei Zusammenveranlagung zählt er doppelt.

Eine Freigrenze wirkt strenger. Du bleibst nur steuerfrei, solange du sie nicht überschreitest. Liegst du darüber, ist der volle Betrag steuerpflichtig, nicht nur der Teil über der Grenze.

Pauschbeträge sind feste Abzüge, die du nicht einzeln belegen musst. Der Arbeitnehmer-Pauschbetrag beträgt 1.230 €, der Sonderausgaben-Pauschbetrag 36 € und bei Zusammenveranlagung 72 €. Rentner erhalten einen Werbungskosten-Pauschbetrag von 102 €.

Mit steigendem Einkommen wächst der Steuersatz. Der Spitzensteuersatz von 42 % greift 2026 ab 69.878 € zu versteuerndem Einkommen, 45 % ab 277.826 €. Die untere Stufe beginnt bei 14 %.

Anlagen, Formulare und Fristen

Jeder Begriff aus dem Glossar gehört meist in ein bestimmtes Formular. Einkünfte aus dem Job trägst du in die Anlage N ein, Versicherungen und Altersvorsorge in die Anlage Vorsorgeaufwand. Je Kind gibt es eine eigene Anlage Kind.

Kapitalerträge erfasst du in der Anlage KAP, wenn du den Sparerpauschbetrag nutzen oder eine Günstigerprüfung beantragen willst. Prüfe vorher die vorausgefüllten Werte im Belegabruf. So vermeidest du doppelte Eintragungen.

Die Abgabefrist endet für die Pflichtveranlagung am 31. Juli des Folgejahres. Welche Termine aktuell gelten, steht im Ratgeber Abgabefristen. Wer freiwillig abgibt, hat mehrere Jahre Zeit.

Für Einspruch und Bekanntgabe gelten eigene Regeln. Die Einspruchsfrist beträgt einen Monat nach Bekanntgabe des Bescheids. Die Bekanntgabe gilt am vierten Tag nach Aufgabe zur Post.

Steuerbegriffe im Bescheid nachschlagen

Der Steuerbescheid nennt Beträge, Kürzel und Paragrafen. Unbekannte Wörter schlägst du im Glossar nach und ordnest sie dann im Bescheid ein. So erkennst du, welche Position das Finanzamt wie berechnet hat.

Vergleiche die Zahlen mit deiner Erklärung. Stimmt etwas nicht, kannst du Einspruch einlegen. Wie du dabei vorgehst, erklärt der Ratgeber Einspruch gegen den Steuerbescheid. Die Frist beginnt mit der Bekanntgabe.

Bei Streit über den Einzelfall hilft eine Beratung. Eine Übersicht findest du unter Steuerberater und Lohnsteuerhilfeverein finden. Dort klärt sich auch, wer dich vertreten darf.

Häufige Fragen

Was sind die Grundbegriffe des Steuerrechts?

Zu den Grundbegriffen zählen Einkünfte, Einnahmen und Einkommen, dazu Werbungskosten, Sonderausgaben und außergewöhnliche Belastungen. Ebenso wichtig sind Freibetrag, Pauschbetrag, Freigrenze und Steuersatz. Diese Wörter bilden das Gerüst jeder Steuererklärung. Im Glossar findest du zu jedem Begriff eine kurze Erklärung und den passenden Ratgeber.

Welche 7 Steuerarten gibt es?

Eine feste Liste von sieben Steuerarten gibt es nicht, weil Bund, Länder und Gemeinden zusammen mehr als 40 Abgaben erheben. Für Privatpersonen zählen Einkommensteuer, Lohnsteuer, Umsatzsteuer, Kapitalertragsteuer, Grundsteuer, Erbschaftsteuer und Kirchensteuer zu den wichtigsten. Manche Steuern zahlst du direkt, andere sind im Preis enthalten. Details stehen bei den einzelnen Stichwörtern im Glossar.

Was sind die 4 Grundsätze der Besteuerung?

Die Besteuerung folgt Grundsätzen wie Gleichmäßigkeit, Gesetzmäßigkeit und Bestimmtheit. Danach sollen Steuern alle nach ihrer Leistungsfähigkeit treffen und nur auf klarer gesetzlicher Grundlage erhoben werden. Praktisch bedeutet das: Das Finanzamt muss seine Entscheidung begründen und darf nicht willkürlich handeln. Wenn du eine Festsetzung für falsch hältst, prüfst du sie anhand dieser Maßstäbe und legst notfalls Einspruch ein.

Wie kann man Steuern kinderleicht erklären?

Ein einfacher Vergleich hilft: Steuern sind wie ein gemeinsamer Topf, in den alle etwas einzahlen. Aus dem Topf werden Straßen, Schulen und Ämter bezahlt. Wie viel du einzahlst, hängt von deinem Einkommen ab. Erst ab dem Grundfreibetrag von 12.096 € (2025) fällt überhaupt Einkommensteuer an.

Was ist der Unterschied zwischen Freibetrag und Freigrenze?

Ein Freibetrag lässt Einnahmen bis zu einer bestimmten Höhe steuerfrei. Nur der Teil darüber wird versteuert. Eine Freigrenze wirkt strenger: Bleibst du darunter, ist alles steuerfrei; überschreitest du sie, wird der ganze Betrag besteuert. Beide Begriffe findest du mit Beispielen im Glossar.