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Grundsteuer seit 2025 · Bundesmodell

Grundsteuer Nordrhein-Westfalen: Bundesmodell und Hebesätze

Nordrhein-Westfalen berechnet die Grundsteuer nach dem Bundesmodell. Die 396 Gemeinden in Nordrhein-Westfalen haben einen mittleren Hebesatz B von 664 % und einen mittleren Gewerbesteuer-Hebesatz von 458 % (Median, Stand 30. Juni 2025).

Kennzahlen

Median Grundsteuer B664 %Bund: 395 %
Median Gewerbesteuer458 %Bund: 380 %
Gemeinden396233 mit neuem Hebesatz B 2025

So funktioniert das Bundesmodell in Nordrhein-Westfalen

Das Finanzamt ermittelt für jedes Grundstück einen Grundsteuerwert nach dem Bewertungsgesetz. Für Wohngrundstücke gilt das Ertragswertverfahren: Es rechnet mit Bodenrichtwert, Grundstücksfläche, Wohnfläche, Baujahr, Gebäudeart und einer gesetzlich festgelegten Nettokaltmiete, die von der Mietniveaustufe der Gemeinde abhängt.

Geschäftsgrundstücke, gemischt genutzte Grundstücke und Teileigentum bewertet das Finanzamt im Sachwertverfahren, unbebaute Grundstücke nach Fläche und Bodenrichtwert.

Grundsteuerwert × Steuermesszahl ergibt den Grundsteuermessbetrag. Ihn multipliziert die Gemeinde mit ihrem Hebesatz.

Steuermesszahlen in Nordrhein-Westfalen

Nordrhein-Westfalen rechnet mit den Steuermesszahlen des Bundes.

Steuermesszahlen in Nordrhein-Westfalen
GrundstücksartSteuermesszahl
Unbebaute Grundstücke0,34 ‰
Wohngrundstücke (Ein- und Zweifamilienhäuser, Mietwohngrundstücke, Wohnungseigentum)0,31 ‰
Geschäftsgrundstücke, gemischt genutzte Grundstücke, Teileigentum0,34 ‰

Ermäßigungen nach § 15 GrStG: 25 % für geförderten Wohnraum und bestimmte Wohnungsunternehmen, 10 % für Baudenkmäler.

Unterschiedliche Hebesätze für Wohnen und Nichtwohnen

Seit 2025 dürfen Gemeinden in Nordrhein-Westfalen für Wohngrundstücke und Nichtwohngrundstücke unterschiedliche Hebesätze B festlegen. Der Hebesatz für Nichtwohngrundstücke darf nicht niedriger sein als der für Wohngrundstücke. Viele Gemeinden bleiben bei einem einheitlichen Hebesatz; welcher für dein Grundstück gilt, steht im Grundsteuerbescheid.

Hebesätze nach Kreisen

Median der Hebesätze je Kreis, Stand 30.06.2025
KreisGemeindenMedian BMedian Gewerbesteuer
Ennepe-Ruhr-Kreis9755 %499 %
Hochsauerlandkreis12525 %447,5 %
Kreis Borken17501 %417 %
Kreis Coesfeld11636 %440 %
Kreis Düren15829 %520 %
Kreis Euskirchen11639 %498 %
Kreis Gütersloh13615 %416 %
Kreis Heinsberg10585,5 %426 %
Kreis Herford9629 %449 %
Kreis Höxter10746,5 %429 %
Kreis Kleve16562,5 %419 %
Kreis Lippe16696,5 %445 %
Kreis Mettmann10686 %423,5 %
Kreis Minden-Lübbecke11579 %430 %
Kreis Olpe7501 %440 %
Kreis Paderborn10572,5 %418 %
Kreis Recklinghausen10825 %497,5 %
Kreis Siegen-Wittgenstein11650 %495 %
Kreis Soest14717 %446,5 %
Kreis Steinfurt24652,5 %442 %
Kreis Unna10861,5 %482,5 %
Kreis Viersen9577 %440 %
Kreis Warendorf13615 %425 %
Kreis Wesel13690 %495 %
Märkischer Kreis15649 %454 %
Oberbergischer Kreis13795 %490 %
Rhein-Erft-Kreis10766 %492,5 %
Rhein-Kreis Neuss8610 %450 %
Rhein-Sieg-Kreis19796 %517 %
Rheinisch-Bergischer Kreis8707,5 %470 %
Städteregion Aachen10721,5 %495 %

Größte Städte und Gemeinden

Hebesätze 2025 in Nordrhein-Westfalen
GemeindeEinwohnerGrundsteuer BB 2024Grundsteuer AGewerbesteuer
Köln1.025.523475 %515 %165 %475 %
Düsseldorf619.444374 %440 %295 %440 %
DortmundWohnen 625 %, Nichtwohnen 1.245 %600.880610 %610 %450 %485 %
EssenWohnen 655 %, Nichtwohnen 1.290 %573.618670 %670 %390 %480 %
DuisburgWohnen 886 %, Nichtwohnen 1.469 %500.810845 %845 %329 %495 %
BochumWohnen 715 %, Nichtwohnen 1.190 %358.880645 %645 %374 %495 %
Wuppertal357.243947 %620 %309 %490 %
Bielefeld331.419765 %660 %426 %480 %
BonnWohnen 657 %, Nichtwohnen 900 %323.587680 %680 %543 %537 %
MünsterWohnen 410 %, Nichtwohnen 620 %306.368510 %510 %255 %460 %
Mönchengladbach267.176792 %620 %461 %490 %
GelsenkirchenWohnen 696 %, Nichtwohnen 1.397 %266.199675 %675 %498 %480 %
Aachen263.703637 %525 %368 %475 %
KrefeldWohnen 506 %, Nichtwohnen 995 %230.738533 %533 %265 %475 %
OberhausenWohnen 727 %, Nichtwohnen 1.389 %213.178670 %670 %282 %580 %
Hagen189.9831.139 %750 %324 %520 %
HammWohnen 669 %, Nichtwohnen 1.338 %179.108600 %600 %323 %465 %
Mülheim an der Ruhr171.674890 %890 %265 %580 %
Leverkusen168.299750 %750 %375 %250 %
Solingen164.621805 %690 %305 %475 %
Herne156.266990 %830 %320 %500 %
Paderborn155.906579 %501 %278 %418 %
Neuss153.767610 %495 %303 %455 %
BottropWohnen 619 %, Nichtwohnen 1.163 %118.482680 %680 %276 %490 %
RecklinghausenWohnen 663 %, Nichtwohnen 1.173 %114.851695 %695 %490 %520 %
Remscheid113.3331.058 %770 %260 %490 %
Bergisch GladbachWohnen 598 %, Nichtwohnen 873 %111.174731 %731 %303 %460 %
SiegenWohnen 770 %, Nichtwohnen 1.540 %102.450684 %684 %107 %505 %
MoersWohnen 827 %, Nichtwohnen 1.377 %101.298813 %813 %521 %495 %
Gütersloh99.854703 %606 %364 %463 %

Höchste und niedrigste Hebesätze B

Höchste Hebesätze B in Nordrhein-Westfalen
GemeindeEinwohnerGrundsteuer BB 2024Grundsteuer A
Hagen189.9831.139 %750 %324 %
Remscheid113.3331.058 %770 %260 %
Langerwehe14.9601.036 %940 %720 %
Alsdorf48.8931.018 %895 %865 %
Elsdorf21.2841.010 %913 %1.096 %
Niederkassel38.3571.010 %1.100 %579 %
Schleiden13.3901.008 %735 %1.240 %
Monheim am Rhein43.7161.000 %282 %1.000 %
Xanten21.121995 %965 %400 %
Overath26.707995 %850 %400 %
Niedrigste Hebesätze B in Nordrhein-Westfalen
GemeindeEinwohnerGrundsteuer BB 2024Grundsteuer A
Verl25.574208 %170 %207 %
Schloß Holte-Stukenbrock26.297310 %280 %145 %
Harsewinkel25.480345 %345 %259 %
Düsseldorf619.444374 %440 %295 %
Schöppingen 6.746413 %413 %209 %
Langenfeld (Rheinland)59.821418 %360 %291 %
AttendornWohnen 468 %, Nichtwohnen 895 %23.376425 %425 %240 %
Meerbusch56.947425 %480 %513 %
Lübbecke26.807429 %429 %217 %
Straelen Wohnen 447 %, Nichtwohnen 755 %16.454429 %429 %638 %

Häufige Fragen

Welches Grundsteuermodell gilt in Nordrhein-Westfalen?

In Nordrhein-Westfalen gilt das Bundesmodell. Das Finanzamt bewertet Grundstücke in Nordrhein-Westfalen nach dem Bundesmodell mit Bodenrichtwert, Wohnfläche, Baujahr und gesetzlicher Miete; die Steuermesszahl für Wohngrundstücke beträgt 0,31 ‰.

Welche Gemeinde in Nordrhein-Westfalen hat den höchsten Hebesatz B?

Hagen mit 1.139 % (Stand 30. Juni 2025).

Wie viele Gemeinden in Nordrhein-Westfalen haben den Hebesatz 2025 geändert?

233 von 396 Gemeinden haben den Hebesatz B für 2025 geändert. Viele haben ihn an die neuen Messbeträge der Grundsteuerreform angepasst.

Welche Steuermesszahl gilt in Nordrhein-Westfalen?

Für Wohngrundstücke 0,31 ‰, für unbebaute Grundstücke 0,34 ‰ und für Geschäftsgrundstücke 0,34 ‰. Gemeinden dürfen seit 2025 getrennte Hebesätze für Wohnen und Nichtwohnen festlegen.

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