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Firmenwagen-Rechner

Darfst du deinen Firmenwagen privat nutzen, entsteht ein geldwerter Vorteil. Er wird deinem Bruttolohn hinzugerechnet und versteuert. Der Rechner zeigt dir, wie hoch dieser Betrag monatlich ausfällt und was davon netto übrig bleibt.

Antrieb
Fahrten zur Arbeit
€
Inklusive Sonderausstattung und Umsatzsteuer, nicht der Kaufpreis
km
€
Für den Grenzsteuersatz
Geldwerter Vorteil pro Monat832 €1 % vom Listenpreis
Privatnutzung520 €
Fahrten zur Arbeit312 €
Vorteil im Jahr9.984 €
Grenzsteuersatz37,0 %
Lohnsteuer pro Monat (ca.)308 €

Steuer = Vorteil × Grenzsteuersatz inkl. Soli. Sozialabgaben kommen bis zur Beitragsbemessungsgrenze hinzu. Ohne Gewähr.

Sätze nach Antrieb

FahrzeugPrivatnutzung pro Monat
Verbrenner1 % des Bruttolistenpreises
Plug-in-Hybrid (max. 50 g CO₂/km oder elektrische Reichweite mind. 40 km bei Anschaffung 2019–2021, 60 km 2022–2024, 80 km ab 2025)0,5 %
Elektroauto bis zur Preisgrenze0,25 %
Elektroauto über der Preisgrenze0,5 %

Preisgrenze für 0,25 %: 60.000 € bei Anschaffung von 2019 bis 2023, 70.000 € vom 01.01.2024 bis 30.06.2025, 100.000 € vom 01.07.2025 bis 31.12.2030 (Investitionssofortprogramm vom 14.07.2025). Fahrten zur Arbeit: 0,03 % je Entfernungskilometer im Monat, wahlweise 0,002 % je Fahrt für höchstens 180 Fahrten im Jahr.

Alternative: Fahrtenbuch

Fährst du wenig privat oder ist der Listenpreis hoch, kann ein Fahrtenbuch günstiger sein. Dann wird nur der tatsächliche private Anteil an den Gesamtkosten versteuert. Das Fahrtenbuch muss zeitnah, lückenlos und unveränderbar geführt werden, mit Datum, Kilometerstand, Ziel, Zweck und Geschäftspartner jeder Dienstfahrt. Excel-Tabellen erkennt das Finanzamt nicht an. Ein Wechsel ist nur zum Jahresbeginn oder bei Fahrzeugwechsel möglich.

Glossar: Fahrtenbuch
Glossar: DienstwagenPendlerpauschaleBrutto-Netto-Rechner

Geldwerter Vorteil: So wirkt der Firmenwagen auf dein Gehalt

Nutzt du deinen Firmenwagen privat und fährst damit zur Arbeit, entsteht ein geldwerter Vorteil. Er zählt als Arbeitslohn, obwohl dir kein Geld ausgezahlt wird.

Darauf zahlst du Lohnsteuer, Solidaritätszuschlag und Sozialabgaben. Beiträge zur Sozialversicherung fallen aber nur bis zur Beitragsbemessungsgrenze an: 2026 sind das 69.750 € für Kranken- und Pflegeversicherung sowie 101.400 € für Renten- und Arbeitslosenversicherung.

Bemessungsgrundlage ist der inländische Bruttolistenpreis des Fahrzeugs bei Erstzulassung. Er enthält die Umsatzsteuer und die werkseitig eingebaute Sonderausstattung.

Rabatte beim Kauf, günstige Leasingraten oder der Preis eines Gebrauchtwagens ändern daran nichts. Für die Steuer wird der Betrag auf volle 100 € abgerundet.

Der Rechner stellt deinen Nettolohn mit und ohne Firmenwagen gegenüber. Erst dieser Vergleich zeigt, was der Wagen dich wirklich kostet.

  • Basiswert: Bruttolistenpreis bei Erstzulassung inklusive Sonderausstattung
  • Bedeutung: der Vorteil erhöht dein steuerpflichtiges Brutto
  • Wirkung: Steuern und Beiträge mindern dein Netto

1-%-Regelung: Privatnutzung und Weg zur Arbeit

Die pauschale Methode setzt pro Monat 1 % des Bruttolistenpreises für die private Nutzung an. Für den Weg zur ersten Tätigkeitsstätte kommen 0,03 % je Entfernungskilometer hinzu. Angesetzt wird immer die einfache Strecke, nicht Hin- und Rückweg zusammen.

Statt der Pauschale kannst du den Arbeitsweg einzeln bewerten: mit 0,002 % je tatsächlicher Fahrt, höchstens 180 Fahrten im Jahr. Bei wenigen Bürotagen ist das oft günstiger.

Familienheimfahrten im Rahmen einer doppelten Haushaltsführung werden ebenfalls mit 0,002 % je Entfernungskilometer gerechnet; für die eine Heimfahrt pro Woche entsteht dabei kein geldwerter Vorteil.

Zahlst du selbst etwas für die private Nutzung des Wagens, mindert das den geldwerten Vorteil.

Der Abzug läuft über die Lohnabrechnung. Wie hoch dein Netto am Ende ausfällt, rechnet der Brutto-Netto-Rechner nach.

Pauschalansätze im Überblick
AntriebPrivatnutzung je MonatArbeitsweg je km und Monat
Verbrenner1 %0,03 %
Plug-in-Hybrid mit Förderkriterien0,5 %0,015 %
Reines E-Auto bis zur Preisgrenze0,25 %0,0075 %

Elektroautos über der Preisgrenze werden mit 0,5 %, Hybride ohne erfüllte Kriterien mit 1 % bewertet.

BeispielBeispiel: Benziner mit 40.000 € Listenpreis und 20 km einfacher Entfernung
Privatnutzung: 1 % von 40.000 €400,00 €
Arbeitsweg: 0,03 % × 40.000 € × 20 km240,00 €
Geldwerter Vorteil je Monat640,00 €

Auf diesen Betrag zahlst du Steuern und Beiträge, obwohl er nicht ausgezahlt wird. Ein hoher Listenpreis und ein langer Arbeitsweg treiben den Wert deutlich nach oben.

Prüfe vor der Entscheidung, ob eine Selbstbeteiligung an den Kosten oder ein pauschaler Arbeitgeberzuschuss den Vorteil reduziert.

Elektro und Hybrid: Wann der halbe oder der viertel Satz gilt

Für reine Elektroautos gilt 0,25 %, solange der Bruttolistenpreis höchstens 100.000 € beträgt. Liegt er darüber, werden 0,5 % angesetzt.

Plug-in-Hybride bleiben bei 0,5 %, wenn sie mindestens 80 km rein elektrisch fahren oder höchstens 50 g CO₂ je Kilometer ausstoßen; bei Anschaffung 2022 bis 2024 genügen 60 km, bei Anschaffung 2019 bis 2021 40 km. Sind die Kriterien nicht erfüllt, gilt der Satz für Verbrenner.

Die Preisgrenze richtet sich nach dem Anschaffungsdatum: 60.000 € bei Anschaffung bis 2023, 70.000 € von 2024 bis zum 30.06.2025 und 100.000 € ab dem 01.07.2025.

Auch der Zuschlag für den Arbeitsweg sinkt passend zum Satz: bei reinen Elektroautos auf 0,0075 %, bei förderfähigen Hybriden auf 0,015 % je Kilometer.

Die Vergünstigung gilt für Fahrzeuge, die bis zum 31.12.2030 angeschafft werden. Brennstoffzellenfahrzeuge werden wie Elektroautos behandelt.

  • Reines E-Auto: 0,25 % innerhalb der Preisgrenze, sonst 0,5 %
  • Förderfähiger Plug-in-Hybrid: 0,5 %
  • Verbrenner: 1 %
  • Nicht förderfähiger Hybrid: 1 %

Pauschalregelung oder Fahrtenbuch: Was zu dir passt

Die 1-%-Regelung braucht keine Aufzeichnungen und liefert jeden Monat denselben Betrag. Das macht sie planbar und prüfungssicher.

Das Fahrtenbuch rechnet nur die tatsächlich privat gefahrenen Kilometer. Dafür musst du jede Fahrt zeitnah und lückenlos dokumentieren und die Gesamtkosten des Fahrzeugs nachweisen.

Ob sich der Aufwand lohnt, hängt von deinem Privatanteil ab. Wer selten privat fährt, senkt mit dem Fahrtenbuch oft die Steuerlast. Details erklärt das Glossar zum Fahrtenbuch.

Die Wahl gilt für das Kalenderjahr und das Fahrzeug. Willst du dir beide Wege offenhalten, führe das Fahrtenbuch vorsorglich von Anfang an.

  • Hohe Privatnutzung und hohe reale Kosten: Pauschale meist günstiger
  • Wenige Privatfahrten und niedrige Jahreskosten: Fahrtenbuch meist günstiger
  • Zeitaufwand: beim Fahrtenbuch deutlich höher
  • Ein Fahrtenbuch erkennt das Finanzamt nur an, wenn es vollständig ist und sich nicht nachträglich ändern lässt
  • Tipp: Rechne beide Wege für dein Fahrzeug durch, bevor du dich festlegst
  • Tipp: Prüfe Erstzulassung und Sonderausstattung, denn beide bestimmen die Bemessungsgrundlage
  • Tipp: Lies beim Arbeitsweg die Regeln zur ersten Tätigkeitsstätte und zur doppelten Haushaltsführung nach

Häufige Fragen

Wie berechne ich, was mich ein Firmenwagen kostet?

Der geldwerte Vorteil ergibt sich aus dem Bruttolistenpreis, der Entfernung zur Arbeit und der Antriebsart. Diesen Betrag schlägt der Rechner deinem Bruttolohn zu und stellt das Netto mit und ohne Firmenwagen gegenüber. Wichtig ist, dass neben Steuern auch Sozialabgaben auf den Vorteil anfallen, aber nur bis zur Beitragsbemessungsgrenze.

Wie teuer ist ein Firmenwagen bei welchem Gehalt?

Einen festen Gehaltswert gibt es dafür nicht. Entscheidend ist dein Grenzsteuersatz: Je mehr du verdienst, desto höher fällt die Steuer auf den geldwerten Vorteil aus. Sozialabgaben kommen nur bis zur Beitragsbemessungsgrenze hinzu, 2026 also bis 69.750 € für Kranken- und Pflegeversicherung und 101.400 € für Renten- und Arbeitslosenversicherung. Vergleiche deshalb immer dein Netto mit und ohne Firmenwagen.

Wie berechnet man einen Firmenwagen in Gehalt um?

Du vergleichst zwei Wege: einmal dein Netto mit Firmenwagen, einmal dein Netto mit einem höheren Bruttolohn ohne Wagen. Von einer Gehaltserhöhung bleiben nach Steuern und Beiträgen nur Teile übrig, und der geldwerte Vorteil kostet dich ebenfalls Steuern und Beiträge. Rechne dabei Selbstbeteiligungen und eigene Ladekosten mit ein.

Wann lohnt sich ein Firmenwagen?

Er lohnt sich vor allem, wenn du den Wagen viel privat fährst und ein eigenes Auto sonst teuer wäre. Bei wenigen Privatfahrten kann das Fahrtenbuch die Belastung senken. Besonders günstig ist die 0,25-%-Regelung für reine Elektroautos. Ob sich der Wagen für dich rechnet, hängt vom Einzelfall ab.

Gilt der Firmenwagen-Rechner auch für Selbstständige?

Bei Selbstständigen läuft die private Nutzung des betrieblichen Fahrzeugs als Entnahme. Der Wert wird nach § 6 Abs. 1 Nr. 4 EStG ermittelt, meist über die 1-%-Regelung. Mit einem ordnungsgemäßen Fahrtenbuch lässt sich ein niedrigerer Wert ansetzen. Steuerlich wirkt das anders als beim Arbeitnehmer.

Ist ein Elektroauto als Firmenwagen günstiger?

Ja, meistens. Für reine Elektroautos innerhalb der Preisgrenze gelten 0,25 %, also ein Viertel des Satzes für Verbrenner. Auch der Zuschlag für den Arbeitsweg sinkt auf ein Viertel. Liegt der Listenpreis über 100.000 €, gelten 0,5 %.